10 April, 2018

Heimat

Mit Blick auf das Versäumnis der Stadt Hannover sagte der Anwalt, dass er mögliche Ansprüche seiner Mandanten gegen die Behörden prüfe. Hüttl kritisierte auch, dass die Stadt die Hinterbliebenen bislang weder kontaktiert habe noch bei der Klärung des weiteren Schicksals von Chico einbezogen habe. „Formaljuristisch ist der Hund als Sache zu behandeln und damit Teil der Erbmasse“, sagte Hüttl.
Die Stadt Hannover hatte zunächst die zeitnahe Einschläferung des Hundes angekündigt. Das führte allerdings zu erheblichen Protesten. Eine Online-Petition gegen die Einschläferung des Tieres haben inzwischen mehr als 250.000 Personen unterzeichnet. Zudem gab es eine Demonstration vor dem Veterinäramt der Stadt Hannover sowie womöglich einen Versuch, Chico zu befreien. Am Tierheim Langenhagen, in das der Hund nach der Tat verbracht worden ist, wurden Einbruchsspuren gefunden.
Das Tierheim, das sich wegen der geplanten Einschläferung massiven Anfeindungen ausgesetzt sah, schlug in Anbetracht der Proteste vor, Chico in einem auf Gnadenhof für als gefährlich eingestufte Tiere unterzubringen. Die Stadt will das nun prüfen.
FAZ 10.5.2018