11. September 2001
Bei Spiegellesern (Spiegel 37/2006, S. 11) klingt das so::
Es gibt eine „klammheimliche Freude“ [die natürlich als gar nicht klammheimliche, sondern ganz offene zurecht in Anführungstrichen steht (denn was ein Göttinger Mescalero konnte, kann unser Leserbriefschreiber auch)] in Deutschland, dass die einzige noch verbliebene Supermacht auf unserer Erde ein kleines Stück von ihrer widerwärtigen Arroganz verloren hat [und fast 3000 widerwärtige, arrogante Amerikaner und Amerikanerinnen ihr Leben]. Nicht jeder akzeptiert den American Way of Life, und auch bei uns ist die Haltung nicht fern, jeden, der bei der Ökonomisierung seines Daseins scheitert, zum sozialen Müll zu werfen [und ihn zu einem handylosen Dasein ohne Strom und Wasser in den Wellblechhütten der Farvelas von Köln-Kalk oder in den Slums von Kaiserslautern zu verurteilen]. In den Siebzigern genügte weit weniger, eine RAF entstehen zu lassen [und dass die Morde verzweifelten Taten von Baader, Meinhof, Ensslin ebenso berechtigt waren, wie es heute die verzweifelten Taten erniedrigter und gedemütigter Muslime sind, weiß niemand besser als ein vom American Way of Life gedemütigter Deutscher]. Es ist vergessenes Kulturgut und zugleich ein Klassiker: Krieg den Palästen, Frieden den Hütten. [Den Bogen von Massenmord und Amerikahass zu Kulturgut und Klassikern (die sie aber als Analphabeten nie richtig zitieren können) schaffen deutsche Leserbriefschreiber doch immer wieder mit traumwandlerischer Sicherheit ]
Berlin
Hartwig Schulte-Loh
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